Im Rahmen des Projektes Biosphärenschule des Amandus-Abendroth-Gymnasiums besuchte die 11c am 24. Juni 2025die Windstärke 10 – Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven.

Im Vordergrund stand die Auseinandersetzung mit der Thematik „Der Strukturwandel am Beispiel der Fischindustrie in Cuxhaven“. Hierbei lernten die Schülerinnen und Schüler einerseits die Industrie des Fischfangs, andererseits die Industrie der Fischverarbeitung im Wandel der Zeit kennen. Der „pensionierte“ Geologe Michel Weber übernahm persönlich die Organisation der Hafenrallye sowie den historischen Part und erklärte an eindrucksvollen Schiffsmodellen die Bedeutung der Fischerei für die Region Cuxhaven. Dabei erläuterte er anhand der Wertschöpfungskette, wie der Rückgang der Fischfangschiffe in Cuxhaven zu verzeichnen ist und wie sich dadurch das Leben unter anderem in der Deichstraße über die Jahre veränderte.

Im zweiten Teil nahmen die Schülerinnen und Schüler dann in kleinen Gruppen an der Hafenrallye teil. Konkret setzten sich die Lernenden mit folgenden Fragen auseinander: Wie ist die Fischwirtschaft aufgestellt? Welche Unternehmen existieren am Standort und wie arbeiten diese? Wie ist der Hafen struktureiert? Diese und weitere Fragen hatte Wissenschaftlerin Annemarie Castillo von der Universität in Vechta für die Windstärke 10 zusammengestellt. „Wir wollen den Hafen und die hier angesiedelte Wirtschaft für Cuxhavener Schüler erlebbar und erfahrbar machen“, sagt Annemarie Castillo, welche schon viele Erfahrungen mit außerschulischen Lernorten sammelte.

Die Schülerinnen und Schüler haben für die Rallye eine große Karte, auf der viele QR-Codes abgebildet sind. Diese können sie mit ihren Smartphones scannen und dann werden sie durch den Hafen geführt. Anhand von insgesamt zwölf Stationen hielten sie an und lernten den Cuxhavener Hafen dadurch Stück für Stück besser kennen.

In Cuxhaven, als einstiger Standort der großen Hochseefischerei, existieren auch heute noch viele Fisch verarbeitende Firmen sowie Restaurants. Immer noch prägt die maritime Wirtschaft das weitläufige innerstädtische Areal. Diese Charakteristik wieder verstärkt ins Bewusstsein der jungen Generation zu rücken, ist eines der Ziele des Projektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“.

Klassenlehrer Marten Grimke abschließend: „Für unsere Lernenden war die Hafenrallye ein interessantes, abwechslungsreiches und lehrreiches Erlebnis am außerschulischen Lernort. Das Erlebnis hat unsere Schülerinnen und Schüler nachhaltig positiv geprägt, so dass sie jetzt mehr über die regionale Fischindustrie Cuxhavens wissen. Zudem sind Erfolgserlebnisse generell immer positiv und pädagogisch wertvoll. Insofern freut es mich sehr, dass nach der Pilotierung mit meinem damaligen PW-Leistungskurs im Jahr 2021 meine Klasse 3550 von möglichen 3560 Punkten erreicht und dadurch den bisherigen Rekord eingestellt hat.“

(Gm)