Über 100 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker sorgten beim Lions-Konzert am Mittwoch, 26.11.2025 am Amandus-Abendroth-Gymnasium für ein unvergessliches Erlebnis. Von Chören über Bigbands bis hin zu neuen Ensembles bot der Abend eine beeindruckende musikalische Bandbreite.

Bereits beim Betreten der Aula war die besondere Atmosphäre spürbar: Aufgeregtes Winken von Kindern zu ihren Eltern, zahlreiche Handys, die für Fotos gezückt wurden, und neugierige Blicke zur Bühne zeigten, dass das Publikum voller Vorfreude war. Das Lions-Konzert, das Jahr für Jahr ausverkauft ist, versprach schon vor dem ersten Lied ein Highlight zu werden.

Eröffnung durch Lions-Club-Präsident

Lions-Club-Präsident Andreas Merz eröffnete den Abend mit ein paar Worten an das Publikum. Er hob die Bedeutung hervor, jungen Menschen Bühnenmomente zu ermöglichen: „Es ist großartig, dass so viele musikbegeisterte Kinder hier auftreten. Diese Erfahrungen wecken Talente und stärken das Selbstbewusstsein.“ Zudem betonte er, dass der Erlös des Abends direkt in die Musikbereiche der beteiligten Schulen fließen werde – „und wir legen noch ein kleines Plus obendrauf.“

Chöre und Bigband sorgen für Stimmung

Der Abend startete mit einem beeindruckenden Auftritt von über 100 Kindern aus den Chören der Grundschulen Nordholz und Sahlenburg sowie den „Sunset Chords Junior“. Unter der Leitung von Kirsten Brandenburger, Miriam Läpple und Sabine Schultz erzeugten sie sofort eine mitreißende Stimmung. Anschließend übernahm die Amandus Bigband, die mit „Billie Jean“ und „Dynamite“ das Publikum zum Mitklatschen und Wippen brachte. Ein ehemaliges Bigband-Mitglied sprang spontan ein, als ein Gitarrist ausfiel, was dem Auftritt eine besondere Note verlieh.

Der Chor „Sunset Chords Junior“ unter der Leitung von Miriam Läpple kehrte danach zurück und begeisterte mit Stücken wie „Chim Chim Cheri“, „A Whole New World“ und „Katzen brauchen furchtbar viel Musik“.

Premiere der „Lions“

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der „Lions“, einer neu formierten Gruppe um Sänger Lutz Machulez-Hellberg. Begleitet von Kristian Kamp (Schlagzeug), Dean Collin und Andreas Frank (Gitarre), Andreas Frank (Bass) sowie Ralf Kiwit (Keyboard/Saxophon) sorgten sie mit „Easy“ für einen stimmungsvollen Debütauftritt und steigerten die Energie im Saal mit „Superstition“.

Amandus Orchester und beeindruckende Ensembles

Unter der Leitung von Lukas Baranowski präsentierte das Amandus Orchester mit „Thriller“ und „My Heart Will Go On“ eindrucksvoll, wie viel Druck und Feingefühl in einem Schulorchester steckt. Die Gesangseinlagen von Leonie Weiland und Janne Merkl sorgten für Gänsehautmomente.

Das Ensemble „Sunset Chords advanced“ setzte den Abend unter der Leitung von Juliane Kahle fort und beeindruckte mit gefühlvollen Titeln wie „A Million Dreams“, „Writings on a wall“ und „Stand up“. Zusammen mit dem später hinzukommenden „Sunset Chor Junior“ boten sie ein mitreißendes Finale mit „Hit the Road Jack“ und „I Have a Dream“.

Eine interessante Beobachtung am Rande war der Einsatz moderner Technologie: Während die Dirigenten klassische Notenmappen umblätterten, spielten die jungen Musikerinnen und Musiker entspannt über ihre Tablets. Kein Rascheln, kein Suchen – ein einfacher Fingertipp genügte. So vereinten sich moderne Technik und musikalische Tradition auf beeindruckende Weise.